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Ich konzentriere mich bei diesem Blog auf die Frage: Was macht eine Business Transformation erfolgreich (oder eben nicht)? Dabei geht es heute weniger um Methodik aber vielmehr um was sind aus meiner Erfahrung die entscheidenden Stellhebel, Erfolgsfaktoren aber auch Stolpersteine.

Natürlich will niemand eine misslungene Transformation, alle wollen den Erfolg (obwohl in der Realität viele Transformationen scheitern oder zumindest wichtige Hauptziele verfehlen). Daher auch bewusst meine Fragestellung: Was macht Ihre Business Transformation zu einem Erfolg?

Nun erhoffen sich viele ein 'fertiges Erfolgsrezept für Transformationen', das gibt es natürlich nicht, denn jede Transformation hat einen eigenen Algorithmus. Aber - und das sind die Levers - es gibt Elemente und Sequenzen in diesem Algorithmus die durchaus einen Unterschied machen und erfolgsentscheidend sind.

Welche dies sind, darauf werde ich gleich eingehen. Doch vorerst lassen Sie und einen Blick auf die Faktoren werfen, die eine erfolgreiche Unternehmenstransformation verhindern.

 

Inhaltsverzeichnis

Die größten Stolpersteine auf dem Weg zur erfolgreichen Unternehmenstransformation

Für mich sind dies: Das Fehlen einer motivierenden, kräftigen Vision oder das Ausbleiben einer konsequenten Vorbildfunktion von Führungskräften im Veränderungsprozess. Zudem kann auch eine ausbleibende Auseinandersetzung mit der Veränderungsbereitschaft der betroffenen Mitarbeitenden fatale Auswirkungen haben.

Unternehmen stehen heute vor einer gewaltigen Herausforderung: Da heißt es: Transformiert euch! Doch was heißt das eigentlich? Wie sollen Entscheider vorgehen? Und wann ist die Transformation abgeschlossen? Dass sich Unternehmen wandeln müssen, um gegen ihre Mitbewerber eine Chance zu haben, ist nicht grundsätzlich neu. Warum ist das Thema Business Transformation gerade jetzt wieder in aller Munde?

Menschen und Unternehmen mussten sich schon immer neuen Gegebenheiten anpassen, um zu überleben oder neue Chancen wahrnehmen zu können. Dieser nötige Wandel wird maßgeblich von äußeren Veränderungen getrieben. Da die Anzahl der gleichzeitig auf alle Branchen einwirkenden Megatrends wie etwa die Digitalisierung, Globalisierung, Energiewende oder Mobilität in den vergangenen Jahren gewachsen ist, müssen sich Unternehmen heute fundamentaler mit ihrer Zukunft auseinandersetzen, als dies noch vor 10 oder 20 Jahren der Fall war.


Wie veränderungsfähig sind Unternehmen?

In den Wirtschaftsnachrichten wird fast täglich von Unternehmenstransformationen berichtet. Aktuell ist die Digitale Transformation in aller Munde. Aber auch andere Megatrends wie Klimawandel, demografischer und sozialer Wandel oder rasante Urbanisierung verlangen von Unternehmen ein zum Teil radikales Verändern der bisherigen Geschäftsabläufe und -modelle. Ebenso Firmenübernahmen oder ein Generationenwechsel in der Geschäftsleitung können der Auslöser für weitreichende Umbrüche des Unternehmens sein.

Laut internationalen Studien scheitern jedoch über 70% solcher Business Transformationen. Deshalb stellt sich die Frage, welche Faktoren erfüllt sein müssen, damit Ihre erfolgreiche Unternehmenstransformation gelingt.

 

Drei Faktoren, die erfüllt sein müssen, damit die erfolgreiche Unternehmenstransformation gelingt

Wie sich eine Business Transformation auf den Erfolg Ihres Unternehmens auswirkt

Eine Business Transformation ist eine Kombination aus grundsätzlichen Veränderungen in Strategie, Geschäftsmodell, Prozessen, Technologien und Kultur in einem Unternehmen oder Geschäftsbereich. Ziel dieses mittel- bis langfristigen evolutionären, iterativen Prozesses ist es, die Wettbewerbsfähigkeit im sich stark verändernden Umfeld erhalten oder gar ausbauen zu können. Ein Transformationsvorhaben setzt sich in der Umsetzung aus einer Vielzahl von kurz- und mittelfristigen Change-Management-Projekten zusammen, die sich jeweils auf einen einzelnen Prozess, ein System, eine Technologie, ein Team oder eine Abteilung konzentrieren.

 

For a successful business transformation, you need to ask yourself the following questions:

Was ist der erste Schritt für Ihre erfolgreiche Unternehmenstransformation?

Das Management muss vor dem Hintergrund der sich fundamental verändernden Markt- und Wettbewerbsbedingungen eine gemeinsame Überzeugung entwickeln, dass in der Organisation zwingend ein grundlegender Wandel notwendig ist. Dies ist oft viel schwieriger, als es auf den ersten Blick scheinen mag: Zum Beispiel geht es vielen Unternehmen nach wie vor erfreulicherweise gut (trotz COVID 19). Warum sollte sich daher die Geschäftsleitung eines börsenkotierten Unternehmens überhaupt erst mit einem zweifellos risikoreichen Unterfangen einer Transformation befassen und den kurzfristigen Verlauf des Aktienkurses gefährden?

Welche Ziele sollten Sie sich setzen und wie verfolgen Sie diese?

Im Gegensatz zur bloßen Weiterentwicklung der bisherigen Strategie zum Beispiel über eine Angebotserweiterung will sich das Unternehmen im Rahmen einer Transformation schrittweise neu erfinden. Dabei sollen einerseits bestehende strategische Kompetenzen ausgebaut, andererseits neue aufgebaut werden. Da dieser Prozess in hohem Masse explorativen Charakter hat, stehen in den ersten Schritten visionäre Ziele im Vordergrund, die sich erst sukzessive konkretisieren lassen.

Wie schafft Ihr Unternehmen Wert?

Ganz einfach: Indem es Kunden ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet, die ihren Bedürfnissen entspricht. Heute haben sich diese Bedürfnisse geändert – und damit ändern sich auch die Geschäftsmodelle. Neue Kundenschnittstellen, Bezahlmodelle und datengestützte Erkenntnisse schaffen neue Wege, um Kundennähe aufzubauen und nachhaltig Wert zu generieren. Wirklich transformierte Unternehmen beschränken sich jedoch nicht darauf, auf Veränderungen zu reagieren, sobald sie eintreten: Sie blicken in die Zukunft und bereiten sich auf bevorstehende Veränderungen vor.

Wie schafft Ihr Unternehmen den Spagat zwischen Transformation und Tagesgeschäft?

Gefragt ist hier eine sogenannte organisatorische Ambidextrie: Beim Menschen bezeichnet Ambidextrie die Fähigkeit, beide Hände gleich geschickt einzusetzen. Im Unternehmen kann dies auf unterschiedliche Art und Weise bewerkstelligt werden: Je nach Situation bietet sich während einer gewissen Zeit die Trennung von bestehendem und neuem Geschäft an.

Was sind die größten Sünden im Change-Management?

John P. Kotter hat die Herausforderungen im Zusammenhang mit Transformation und Change umfassend untersucht. Von seinen diesbezüglich identifizierten Punkten scheinen mir das Fehlen einer motivierenden, kräftigen Vision oder das Ausbleiben einer konsequenten Vorbildfunktion von Führungskräften im Veränderungsprozess die größten Sünden zu sein. Zudem kann auch eine ausbleibende Auseinandersetzung mit der Veränderungsbereitschaft der betroffenen Mitarbeitenden fatale Auswirkungen haben.

Müssen neue Mitarbeiter gefunden oder die bestehenden weitergebildet werden?

Während im bestehenden Geschäft vor allem Mitarbeitende weitergebildet werden sollten, sind im neu zu etablierenden Geschäft auch neue Kompetenzen und eine hohe Diversität von Vorteil.

Brauchen Sie für die erfolgreiche Unternehmenstransformation einen neuen Manager-Typus und welche Eigenschaften muss dieser mitbringen?

Neben der klassischen transaktionalen Führung im operativen Bereich des bestehenden Geschäfts sind in der Transformation in hohem Masse auch transformationale Qualitäten erforderlich. Führungskräfte müssen verschiedene Ansichten und potenziell widersprüchliche Verhaltensweisen ermutigen und wertschätzen, anstatt Gleichförmigkeit zu fordern. Dies kann die Erprobung neuer Ideen und Experimente umfassen, um zu bestimmen, was Sinn ergibt und was nicht. Gekonnter Umgang mit Fehlern und Rückschlägen, echte Kooperationsfähigkeit, Agilität und ein hohes Maß an Kreativität und Kommunikationsfähigkeit sind hier Schlüsselqualifikationen.

Wie lässt sich verhindern, dass die Transformation im Projektteam und in einzelnen Initiativen isoliert wird und den Rest des Unternehmens gar nicht erfasst?

Wie gesagt, kann es je nach Ausgangslage schon auch Sinn ergeben, zumindest in einer ersten Phase der Transformation nicht alle Bereiche umfassend einzubeziehen. Soll dies aber tatsächlich geschehen, sind zum Beispiel bereichsübergreifende Vorhaben sinnvoll, für die jeweils ein Geschäftsleitungsmitglied als Sponsor agiert. Daneben gilt es je Bereich spezifische Visionsbeiträge zu definieren und umzusetzen. Schliesslich sind für Transformationen in der Regel auch Veränderungen in der Unternehmens- und Führungskultur Voraussetzung für den Erfolg – eine breite Verankerung neuer normativer Standards macht den Wandel oft erst möglich.

Transformation braucht Investition: Wie überzeugen Sie den CFO davon und stellen genügend Ressourcen bereit?

Wie eingangs erwähnt, ist für die Initiierung einer Transformation die geschlossene Überzeugung des Top-Managements von Bedeutung – GL und VR – dazu gehört auch der CFO. Man kann sich auch totsparen – die Aussage von Jack Welch, dem ehemaligen CEO von General Electric, ist auch in diesem Kontext treffend: «If the rate of change on the outside exceeds the rate of change on the inside, the end is near.» Neben zusätzlichen Ressourcen gilt es insbesondere, den Einsatz des ordentlichen Innovationsbudgets zu optimieren, zum Beispiel durch eine Verlagerung der Mittel von inkrementellen zu radikalen Innovationsvorhaben.

Wie behält Ihr Unternehmen in der Transformation den Faktor Zeit im Griff?

Auch wenn eine Transformation einen mittel- und langfristigen Zeit Horizont hat, müssen für die verschiedenen parallellaufenden Initiativen Etappenziele definiert werden. Zwischenresultate haben auch in einer Transformation eine enorm wichtige Funktion auf dem Weg zum Ziel.

Ist Ihre Unternehmenstransformation je abgeschlossen und wenn ja; was kommt danach?

Mit einer strategischen Transformation will ein Unternehmen einer starken Veränderung von Megatrend-getriebenen Markt- und Wettbewerbsbedingungen begegnen. Diese starken Trends dauern mehrere Jahrzehnte: während dieser Zeit entwickeln sich agile Unternehmen kontinuierlich. Wir befinden uns in einer sehr bewegten Welt mit einer mittlerweile enormen Dynamik. Ich gehe daher davon aus, dass sich nicht eine plötzliche Ruhe einstellen und sich ein erfolgreiches Unternehmen in der Folge regelmässig neu erfinden wird – es sei denn, es befindet sich in einem stark regulierten Markt.

 

Meine Aufforderung an Sie: Identifizieren Sie das Geschäftsmodell von morgen

Früher zahlte man Geld für eine Kinokarte, heute für ein monatliches Abonnement bei einem Streaming-Dienst. Es wird oft von der „neuen Normalität“ gesprochen – aber in Wahrheit wird die Evolution nie aufhören. Die Anpassung an große Veränderungen ist heute ein ständiger Bestandteil des Geschäfts und des Lebens generell.

Erörtern Sie, welche Veränderungen in Ihrer Branche stattfinden werden

Mit den richtigen Technologien und digitalen Erkenntnissen können Sie die Trends der Zukunft nicht nur aufdecken, sondern auch danach handeln – mit einem flexiblen, zukunftssicheren Geschäftsmodell, mit dem Sie dem Wandel einen Schritt voraus sind.

Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche: den Kunden

Derzeit verlagern viele Unternehmen ihren Schwerpunkt weg vom traditionell produktorientierten Modell hin zu einem neuen Modell, bei dem die Kundenanforderungen im Zentrum stehen. Kunden achten heutzutage auf mehr als nur Produkt und Preis: Sie erwarten Personalisierung, Service, Komfort und erwiesene Nachhaltigkeit. Serviceorientierte, software- und datengesteuerte Geschäftsmodelle sollen dafür sorgen, dass diese Erwartungen erfüllt werden: Es geht nicht um den Verkauf eines Produkts, sondern um den Aufbau einer Beziehung, die auf der Lösung von Kundenbedürfnissen basiert. Das Zeitalter der Kundenorientierung hat bereits begonnen. Ermöglicht wird es durch modernisierte IT-Systeme, die Cloud-Computing und KI-gestützte Analysen zu ihrem Vorteil nutzen.

Transformieren Sie Ihr Unternehmen, um Wachstumspotenziale zu erschließen

Die Geschäftsmodelltransformation ist kein Grund zur Sorge – sie ist vielmehr eine Chance, wenn sie effizient und mit den richtigen Partnern umgesetzt wird. Durch den Wechsel zu einem digitalen Ökosystem können Unternehmen neue Modelle und Wachstumschancen entdecken, ohne ihre Kernprozesse zu gefährden. Digitale Tools können sich wiederholende Aufgaben automatisieren und wichtige Mitarbeiter entlasten, damit sie sich auf Innovationen konzentrieren können. Gleichzeitig liefern sie durch die Untersuchung der Daten eigene Erkenntnisse. Durch die Transformation können selbst alteingesessene Unternehmen wie ein Start-up agieren: neue Dienstleistungen auf den Markt bringen, ihr Angebot erweitern und sich auf die Zukunft vorbereiten.

 

Wie ich Sie bei Ihrer Business Transformation unterstützen kann

Über 25 Jahre war ich in leitender Funktion tätig und Mitglied der Geschäftsleitung in mittleren und großen, nationalen und internationalen Unternehmen. Hierbei durfte ich Firmen unter anderem aus den Bereichen: Retail, Pharma, Industrie, sowie Vereine/Verbände und Stiftungen auf ihrer Transformationsreise begleiten und beraten. Wenn Sie als Geschäftsführer oder Unternehmensinhaber Unterstützung während Ihres Transformationsprozesses benötigen, schreiben Sie mir gerne eine Nachricht an info@enjoytransformation.com. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihre Unternehmenstransformation von Erfolg gekrönt wird.

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